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![]() Die Kirche wurde geweiht am 17. M�rz 1985 durch den damaligen Bischof des Bistums Dresden- Mei�en Gerhard Schaffran.
![]() Vom Ambo (Pult) links neben dem Altar wird das Wort Gottes in der Schriftlesung und in der Predigt verk�ndet. Wort und Sakrament geh�ren zusammen. Daher sind Ambo, Taufstein (im Eingangsbereich) und Altar aus demselben Naturstein (bulgarischer Vraza) gefertigt. Der Taufstein steht im Eingangsbereich, denn die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament, durch das die Aufnahme in die Gemeinde geschieht. So werden Taufe und Herrenmahl (die beiden Sakramente, die auch die evangelischen Christen kennen) zusammen mit dem Wort Gottes verdeutlicht als die Bezugspunkte, auf die alles hingeordnet ist. Der wei�e Marmorstein vor dem Taufstein ist aus dem Fu�boden der St. Ursula- Kirche in K�ln, der �Mutter� aller Ursulakirchen. In Lusan wurde 1333 die St. Ursula- Kirche geweiht und ist bis heute eine der Pfarrkirchen der ev. St. Ursula- Gemeinde in der N�he der Fu�g�ngerbr�cke. Der Stein soll k�nden, dass wir mit unserem Glauben heute und in Zukunft immer auf dem Boden der Menschen stehen, die vor uns den Glauben gelebt haben. Links vom Ambo sehen Sie die Kopie einer geschnitzten Madonna mit Kind nach einem Original aus dem 12./13. Jahrhundert vom Niederrhein. Maria und Jesus halten einen Granatapfel in ihren H�nden; er ist Zeichen f�r die jungfr�uliche Geburt. Davor sieben Holzstehlen mit Kerzen, die Pfarrer Christoph Behrens 1998 mit Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde geschnitzt hat. Sie symbolisieren Hirten und zur Krippe greifende H�nde. �ber dem Altar das Altarkreuz. Es ist wie jedes Kreuz das Zeichen der liebenden Ganzhingabe Gottes an uns Menschen. Das Korpus ist die Kopie eines geschnitzten Korpus aus Blankenstein zwischen 1410 und 1430. Das Betonglasfenster f�hrt von unten nach oben, vom Dunkel zum Licht. Die dunkelm Farben unten stehen f�r die, die unter Gewalt leiden m�ssen. Dar�ber die drei M�nner aus dem Buch Daniel, die aus dem Feuerofen gerettet werden - und der Prophet Jona, der drei Tage im Bauch des Fisches eingeschlossen war, ein Symbol der Auferstehung Christi. Dar�ber der Auferstandene und der Regenbogen als Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen. Das Lichtband wird fortgesetzt durch das Kreuz, das sich an der Au�enfassade der Kirche �ber dem Lichtband erhebt. Michael Hofmann (Dresden) hat dieses Fenster gestaltet. Rechts neben dem Altar ist der Tabernakel zu sehen. In ihm wird der Leib Christi in der Gestalt des Brotes aufbewahrt f�r die Besuche bei Kranken und Sterbenden oder zur Kommunionspendung w�hrend der Gottesdienste. Die T�ren wurden von Albrecht Ripp 2004 zum Thema "Wandlung" gestaltet: auf einer T�renh�lfte die Domenkrone, die das Haupt Jesu kr�nte und zum Symbol des Leibes wurde - und die Blutstropfen. Auf der anderen T�renh�lfte sind die hl. Hostie und der Kelch angedeutet. Aus der Dornenkrone - dem Leib- wird die Hostie, aus den Blutstropfen wird Wein. Die angedeuteten Sonnenh�lften in der oberen Spitze der T�ren stehen f�r den Geist Gottes, der sein Licht (Strahlen aus Glasst�ben) durch das Geschehnis dringen l�sst. Das ewige Licht neben dem Tabernakel weist auf die Gegenwart Jesu Christi hin.
![]() Der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen verdeutlicht den Leidensweg Jesu von seiner Verurteilung bis zur Grablegung. Die Gemeinde betrachtet diesen Kreuzweg Jesu im Gebet jedes Jahr in der Fastenzeit. Er wurde von Albrecht Ripp (Plauen) von 2002 - 2003 geschaffen. Er ist ein Sch�ler der Greizer Bildhauerin Elly-Viola Nahmacher, der wir unsere Maximilian-Kolbe-Plastik aus dem Jahr 1987 an der Wand rechts neben der Orgelnische verdanken. Dargestellt ist der Patron unserer Pfarrgemeinde der Heilige Maximilian Kolbe. Er tr�gt in der einen Hand eine versilberte Krone (wei�, Zeichen der Reinheit), in der anderen die goldene M�rtyrerkrone, die er als Neunj�hriger in einer Vision von Maria empfing. Maximilian Kolbe wurde am 8.1.1894 in Zdunska Wola geboren und starb am 14. August 1941 im Konzentrationslager Auschwitz, ermordet mit einer Phenolspritze. Er war Franziskaner-Konventuale (Minorit) und hatte die beiden gro�en Ordensh�user Niepokalan�w (west. von Warschau) und Nagasaki gegr�ndet. Vor allem seine publizistische Arbeit, war den Nazis ein Dorn im Auge. So erfolgt nach einer ersten Verhaftung im September 1939 bald die zweite am 17. Februar 1941. Er wurde ins Warschauer Pawiak- Gef�ngnis gebracht und von dort am 28. Mai nach nach Auschwitz abtransportiert. Als nach einer gelungenen Flucht eines H�ftlings zur Strafe zehn vom Lagerkommandanten Fritzsch ausgesuchte H�ftlinge zum Tod im Hungerbunker verurteilt wurden, ging Pater Maximilian stellvertretend f�r den Familienvater Franciszek Gajowniczek in die Todeszelle. Nach 14 Tagen wurde der Hungerbunker wieder ge�ffnet und der noch lebende Pater mit einer Giftinjektion get�tet. Der durch ihn gerettete F. Gajowniczek erlebte die Heiligsprechung des Minoriten durch Papst Johannes Paul II im Jahre 1982. Rechts in der Wand, der am 27.5. 1983 gelegte Grundstein aus schwarzem Diabas. Er tr�gt neben der Jahreszahl 1983 Symbole f�r Maximilian Kolbe (ein Dreieck, aus dem ein Blutstropfen als Zeichen der Hingabe des Lebens flie�t, die Streifen der H�ftlingskleidung und �16670� � die H�ftlingsnummer Kolbes im KZ Auschwitz). Die Blindfenster links im Innern der Kirche weisen mit den beiden Bildtafeln ebenfalls auf Maximilian Kolbe hin. Die linke zeigt ein Symbol der franziskanischen Orden - den nackten rechten Arm des gekreuzigten Christus und den stigmatisierten linken Arm des heiligen Franziskus; die rechte zeigt uns das Dreieck auf der H�ftlingskleidung aus dem Konzentrationslager, das , als Herz gedeutet, mit seiner Liebe den Stacheldraht , den Hass zerrei�t. Hinzugef�gt sind noch Geburts- und Todesjahr Maximilian Kolbes und die Schriftstelle aus dem Johannesevangelium: �Eine gr��ere Liebe hat niemand als der, der sein Leben hingibt f�r seine Freunde!� (Joh 15,13) Diese Kirche will vor allem eine St�tte der Begegnung der Menschen mit Gott, aber auch der Menschen untereinander sein. Nehmen Sie den Frieden und die Geborgenheit dieses Raumes mit in den Alltag; so k�nnte sich erf�llen, was bei der Grundsteinlegung von dieser Kirche erhofft wurde: dass durch sie Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen! |
