Am Freitag, den 7. März 2014, feierten Menschen rund um den Erdball Gottesdienste zum Weltgebetstag, so auch in unserem Gemeindezentrum. Neben dem gemeinsamen Gebet und dem Singen gab es viel über Ägypten und die dort lebenden Menschen zu erfahren. Für das abschließende Beisammensein hatten sich die Frauen der Vorbereitungsgruppe traditionell wieder landesspezifische kulinarische Köstlichkeiten einfallen lassen.

Ägyptische Frauen stellten sich und ihr Land vor. Ein Blick in unseren festlich gestalteten Gemeindesaal.

In Zeiten politischer und gesellschaftlicher Umbrüche kam der Weltgebetstag 2014 aus Ägypten. Mitten im „Arabischen Frühling“ verfassten die Frauen des ägyptischen Weltgebetstagskomitees ihren Gottesdienst. Ihre Bitten und Visionen sind hochaktuell: Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme in der Wüste! (Jes 41,18ff.)

Wasser war das Thema des Gottesdienstes – sowohl symbolisch, als auch ganz real. Zum einen ist es eine gefährdete Ressource in Ägypten, einem der wasserärmsten Länder der Erde. Zum anderen dienen Wasserströme als Hoffnungssymbol für Ägyptens Christinnen und Christen, die unter Einschüchterungen und Gewalt radikaler islamistischer Kräfte leiden.

Dass Christen und Muslime, Arme und Reiche, Frauen und Männer 2011 und 2013 gemeinsam für Freiheit und soziale Gerechtigkeit protestierten, gab vielen Menschen Hoffnung. Mit Blick auf die damaligen Forderungen fragte der Weltgebetstag nach der heutigen Situation und nahm dabei vor allem die ägyptischen Frauen in den Blick. Mit den Kollekten der Gottesdienste werden u.a. zwei ägyptischen Partnerorganisationen unterstützt, die sich für Mädchenbildung und die Mitbestimmung von Frauen einsetzen.