Am 7.August bekam Pfarrer Thomas Hajek folgende Mail aus Myanmar:


tl_files/heiliger-maximilian-kolbe.de/images/2015/Myanmar1.jpgHallo Pfarrer Hajek,

beste Grüße aus Südostasien. Ich befinde mich gerade auf einer Rundreise durch China, Thailand und vorrangig Myanmar (ehemals Burma). Gemeinsam mit meiner Freundin habe ich dieses Reise bereits im Februar geplant. Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern Asiens und der Welt. Die politsche Lage ist noch in mehreren Regionen des Landes angespannt und die Infrasturktur des Landes ist stark eingeschränkt.

Als wir uns vor ein paar Tagen in Bangkok aufhielten und kurz vor unserem Flug nach Myanmar standen, haben wir in den Medien erfahren, dass weite Teile des Landes von starken Regenfällen und folgeschweren Überschwemmungen heimgesucht wurden. Starke Regenfälle gehören zwar zu dieser Jahreszeit in Südostasien zur Normalität, jedoch sind die Auswirkungen dieses Jahr so schlimm wie lange nicht mehr. Besonders schlimm ist vor allem der Westen und der Süden des Landes betroffen. Laut berichten aus den Nachrichten sind über 200.000 Menschen von den Fluten betroffen und über 60 Menschen sollen den Wassermaßen bereits zum Opfer gefallen sein. Die Lage soll auch in kommenden Tagen noh angespannt bleiben. Es wird mit weiteren Regenfällen gerechnet. Die Menschen, die eh schon sehr wenig bezitzen haben oftmals Alles verloren. Es fehlt besonders an Nahrung, an Kleidung und an der medizinischen Versorgung.

Trotz großer moralischer und sicherheitsrelevanter Bedenken in die Großstand Mandalay zu fliegen, haben wir uns schlussendlich dafür entschieden, unser geplante Reise fortzusetzen . Vorort haben wir uns selbst ein Blid von der Lage machen können und gesehen wie sehr der große Fluss, Irrawaddy, welcher durch das gesamte Land fließt, auch hier über das Ufer getretten ist. Wir haben uns dazu entschlosen, abseits der touristischen Ziele zu helfen und den Menschen vor Ort so gut wie möglich zu helfen. Als wir das Hotelpersonal nach Ansatzmöglichkeiten und der Ernsthaftigkeit der Lage fragten, luden sie uns dazu ein, gemeinsam mit ihnen Geld für die Opfer zu sammeln. Wir haben uns heute der Gruppe angeschlossen und sind gemeinsam mit ihnen durch belebte Straßen gezogen um Geld für nötige Kleidung, Hilfmitttel und Nahrung zu sammeln. Morgen bringen wir die Einnahmen gemeinsam mit dem Personal zu einer Kirche um es dort weiterzuleiten. Die Kirche vorort organisiert die Rettungsversorgungen aus der Luft und sammelt hierfür alle möglichen Spenden, verpackt diese und wirft sie über den betroffen Gebieten von einem Helikopter ab.

Als ich die Situatuon meiner Familie schilderte unterstützen sie mein Vorhaben und sicherten mir zu auch etwas spenden zu wollen. Zudem ist mir der Gedanke gekommen diese E-Mail zu verfassen um zu erfragen ob es nicht möglich wäre, auch in unserer Gemeinde am kommenden Sonntag die Kollekte den von den Fluten betroffenen Menschen in Myanmar zukommen zu lassen. Beim morgigen Besuch der Kirche würde ich versuchen nachzufragen ob weiter Spenden angenommen und verteilt werden könnten. Prinzipiell weiß ich leider nicht wie bürokratisch der ganze Prozess bei so einer Spende sein muss, jedoch dachte ich mir, ich wüde hierzu gern einmal nachfragen und um die Hilfe aus meiner Gemeinde fragen. Anbei sende ich ein paar Bilder der betroffenen Regionen und von unserer heutigen Sammelaktion.

Ganz liebe Grüße von mir und meiner Freundin aus Mandalay/Myanmar

Franz und Nikola

Die spontane Kollekte in unserer Gemeinde erbrachte am Sonntag 400,-€, welche inzwischen überwiesen sind. DANKE an alle Spender!!! Nachfolgend die Antwort aus Myanmar:


Das sind ja tolle Nachrichten! Dankesehr für die Hilfe. Die Kirche befindet sich in Mandalay. Sie ist eine von 6 Sammelstationen in der Stadt. Die Kirche sammelt Spenden in Form von Geld, Nahrung, Hilfsmitteln und Kleidung. Diese werden vorort verpackt und auf LKW´s geladen. Diese fahren dann in die betroffenen Gebiete und verteilen die Güter vom LKW oder aus der Luft mit den Helikoptern. Die Unterstützten Regionen sind der Chin und Rakhaing Staat im Westen des Landes zur Grenze von Indien.

Ich werde es am Dienstag wenn wir wieder in Mandalay vor Ort sind der Kirche zukommen lassen und ein Beleg oder vergleichbares unterzeichnen lassen. Zudem werden wir ein paar Bilder auf Facebook stellen, womit wir den Account der Gemeinde verknüpfen können.

Danke nochmal für die Unterstützung

Beste Grüße Franz und Nicola


Wir sagen an dieser Stelle: DANKE an Nicola und Franz!