Die Töne der Mozart-Messe beim 30jährige Kirchweihfest der Pfarrei Hl. Maximilian Kolbe in Gera sind kaum verklungen, da blicken Gemeindemitglieder, Mitarbeiterinnen aus dem Seniorenheim „Edith Stein“ und der Kita Perlboot in die Zukunft. In einer Zukunftswerkstatt werden laufende Projekte aufgenommen und neue Initiativen festgehalten. Fast 50 Leute haben sich Zeit genommen für diesen Abend. Auch Gäste aus der Nachbarpfarrei St. Elisabeth, unter ihnen Dekan Schreiter als der Leiter der Verantwortungsgemeinschaft, sind der Einladung gefolgt.

Als besonderer Schwerpunkt wird unter den bestehenden Aktivitäten der Gemeinde an erster Stelle die Religiöse Kinderwoche genannt. Sie vereint jährlich fast 40 Kinder, von denen viele ungetauft sind. Große Wertschätzung erfahren auch gemeinsame Veranstaltungen, die hier oft in ökumenischem Rahmen laufen, wie Michael Schlegel als Pfarrer der evangelischen Nachbargemeinde bestätigt. Die Seniorengruppe, Exerzitien im Alltag und Männertouren stehen ebenso weit oben auf der Skala der wichtigen Initiativen.

Wünsche und Ideen für neue Projekte werden ebenfalls ins Gespräch gebracht. Aber damit nicht genug: Jeder ist aufgerufen zu kennzeichnen, wofür er sich selbst einsetzen wird. Namen werden für die Weiterarbeit festgehalten. Als Schwerpunkt kristallisiert sich die Begegnung mit Flüchtlingen heraus. Fast jeder vierte der Anwesenden ist bereit, sich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren. Auch für einen Gebetskreis, für Radtouren und gemeinsame Grillnachmittage mit Kita, Seniorenheim und Gemeinde finden sich Mitgestalter. Es ist ein hoffnungsvoller Ausblick im Erkundungsprozess.

Weitere Gemeindeabende werden folgen. Auch andere Gemeinden der Verantwortungsgemeinschaft Gera / Saale-Holzland können das Modell aufgreifen. Auf diese Weise kann der Erkundungsprozess auch in die Breite der Gemeinde und der kirchlichen Orte hinein zur Mitwirkung animieren.

Es besteht die Hoffnung, dass die Steuerungsgruppe dafür sorgen wird, solche und ähnliche Impulse zu fördern und in eine Begegnung auf Augenhöhe hinein zu führen, die Charismen der Menschen vor Ort zum Leuchten zu bringen, Initiativen und Aufbrüche zu vervielfältigen und Raum zur Vernetzung zu bieten. So können unterschiedliche Ansätze in die Erarbeitung eines biblisch fundierten Auftrags der Verantwortungsgemeinschaft einfließen. Dazu kann auch das nächste Großtreffen am 19. September beitragen.

Auf diese Weise wird in der heutigen Zeit greifbar, dass es sich lohnt, dem Ruf des Auferstandenen zu folgen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet  etwas fangen“ (Joh 21,6).

Pfarrer Thomas Hajek