Kinder und Mitarbeiterinnen unserer Kindertagesstätte Perlboot hatten einen wunderschönen Erntedankaltar und große Teile des Gottesdienstes gestaltet.

Der Erntedankaltar wurde vom "Perlboot" gestaltet.

 

Nachfolgend finden Sie einige Gedanken zum Thema, entnommen aus "Gemeinde aktuell" Oktober 2014 der Pfarrei St. Peter und Paul, Zeitz:

Wie oft haben Sie schon "Gott sei Dank" geagt? Wie oft sagen wir das schnell dahin, ohne an Gott zu denken. Es ist zu einer Floskel geworden. Das Erntedankfest und der Tag der Deutschen Einheit liegen heuer eng beieinander. Ein kirchlicher und ein politischer Feiertag, die auf dem ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Beim genaueren Hinsehen wollen beide Feste uns daran erinnern, dankbar zu sein. Dank für die Ernte und Dank für die wiedergeonnene Einheit Deutschlands. Im Deutschen liegen die Worte Danken und Denken nah beieinander. Wer denkt, der dankt. Oder mit anderen Worten:Wer nachdenkt, erinnert sich an den Grund zum Danken. Trotz mancher Probleme in unserem geeinten Deutschland können wir dankbar für die deutsche Einheit sein. Wer will denn von uns ersthaft den SED Staat zurück? Wir müssen uns nur erinnern, was es in der DDR an Willkür, Ungerechtigkeit und Benachteiligung von Andersdenkenden gab. Der andere Dank bezieht sich auf die gute Ernte. Unsere Kirche ist wieder mit Erntegaben geschmückt, doch für viele gibt es kaum noch einen Bezug zur Ernte. Es gibt reichlich Nahrungsmittel zu kaufen. Unser Problem ist nicht das Maß an Essen, sondern das maßvolle Essen. Zu DDR Zeiten hieß es: Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein. In den letzten Jahren haben wir durch Flut und Trockenheiten gespürt, dass das nicht die Wahrheit ist. "Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wchstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand!" Ein mutiger Pfarrer hatte zu DDR Zeiten auf ein Transparent geschrieben: Ohne Sonne und ohne Gott, geht die ganze Welt bankrott! Daran sollten wir uns erinnern, am Tag der Deutschen Einheit und zum Erntedankfest.